April 2018

Portrait Fachdozentin Gesundheitsrecht DAA Hamburg

Catharina Lüdemann:

Fachdozentin für „Gesundheitsrecht“ des Lehrgangs Fachwirte im Gesundheits- und Sozialwesen

 

Dass das ansonsten als recht „trockenes“ und schwer zugängliches Unterrichtsthema „Gesundheitsrecht“ als durchaus kurzweilig und lebendig wahrgenommen wird, ist ihr Anspruch. Wie sie das macht und welche Zukunftsperspektiven den Fachwirten bei unserem Lehrgang als Ansporn dienen können, verrät sie uns im Interview.

 


  1. Bitte nennen Sie die prägnanten Punkte Ihres bisherigen beruflichen Werdegangs sowie Ihr aktuelles Tätigkeitsfeld.
    Ich bin selbständige Rechtsanwältin und Geschäftsführerin. Gemeinsam mit einem Geschäftspartner führe ich eine auf Steuerrecht spezialisierte Kanzlei mit 15 Mitarbeitern und zwei Niederlassungen (Schleswig-Holstein und Hamburg). Ich war schon immer im Steuerrecht tätig und habe meine juristische Ausbildung u. a. beim Finanzgericht Hamburg, beim Finanzamt Hamburg-Mitte und beim Bundesministerium der Finanzen in Berlin absolviert. Dadurch, dass wir in unserer Kanzlei selbst viel ausbilden, habe ich meine Leidenschaft fürs Unterrichten entdeckt. Deshalb engagiere ich mich als Dozentin für die DAA.

  2. Wo sehen Sie – neben der zielorientierten Vermittlung des Lehrstoffes – Ihre vorrangigen Aufgaben als Fachdozent in der Unterstützung der Lehrgangsteilnehmer bei der Vorbereitung auf die Handelskammer-Prüfung?
    Ich bin ansprechbar, vermittele Mut, Sicherheit und Selbstvertrauen und verrate Tipps und Tricks in punkto Hilfe zur Selbsthilfe. Außerdem zeichnet mich aus, dass ich das vermeintlich unheimliche komplexe und schwierige Thema „Recht“ einfach, anschaulich und kurzweilig vermitteln kann.

  3. Was zeichnet die Aufstiegsfortbildung bei DAA Hamburg aus?
    Alle Dozenten sind fachlich exzellent und Profis auf Ihrem Fachgebiet. Die Unterrichtseinheiten sind sauber strukturiert und werden so dargeboten, dass man sie berufsbegleitend gut bewältigen kann. Durch kleine Gruppengrößen kommt ein Dialog zwischen Teilnehmern und Dozent zu Stande und es kann flexibel auf Fragen und Wünsche eingegangen werden.

  4. An wen richtet sich die Aufstiegsfortbildung zum/r Fachwirt/in Gesundheit + Soziales?
    Generell an alle Personen, die im Bereich Gesundheit und Soziales tätig sind und sich beruflich gerne weiterentwickeln möchten. Unsere Kursteilnehmer kommen aus verschiedensten Bereichen. Was sie eint, ist das Interesse an den für den Kurs relevanten Unterrichtsfächern (Personal, Marketing, Recht etc.) und der Wusch nach beruflichem Aufstieg und höherer Qualifikation.

  5. Welche persönlichen Voraussetzungen sollte der Interessierte mitbringen?
    Auf jeden Fall Durchhaltevermögen, Belastbarkeit und Motivation. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man eine große Stofffülle abends und am Wochenende neben dem Berufsalltag bewältigen muss. Daneben kann für das Fach Recht auch die Fähigkeit zu logischem Denken und ein hohes Abstraktionsvermögen hilfreich sein. Generell sollte man Freude am Umgang mit Menschen haben und ein gutes Einfühlungsvermögen. Immerhin möchte man nach der Ausbildung ja eine Führungsposition bekleiden.

  6. Welche beruflichen Perspektiven eröffnet der höhere Abschluss?
    Sicherlich die Aufstiegschance in eine gehobene Position und die damit verbundene Gehaltssteigerung. Damit einhergehend natürliche auch neue, interessante und herausfordernde Tätigkeitsfelder. Viele meiner Teilnehmer, gerade im Bereich Krankenhaus/Pflege, äußern den Wunsch „weg vom Bett“ hin zu einer verwaltungsorientierten Tätigkeit zu kommen. Damit lassen sich starke körperliche Belastungen und Nacht- bzw. Schichtarbeit vermeiden. Als wichtigsten Anreiz sehe ich tatsächlich die Möglichkeit, sich persönlich weiterzuentwickeln und das Beste aus sich selbst herauszuholen.

  7. Wie gestaltet sich der aktuelle Arbeitsmarkt in diesem Fachgebiet? Wo sehen Sie besonders aussichtsreiche Karrierechancen?
    Auf dem Arbeitsmarkt sieht es derzeit gut aus im Gesundheits- und Sozialwesen. Durch den demografischen Wandel gewinnen die sozialen Sicherungssysteme immer mehr an Bedeutung. Das kann ich als Juristin auch deutlich an den laufenden Gesetzgebungsverfahren und gesetzlichen Neuerungen ablesen. Karrierechancen sehe ich einerseits im Bereich Pflege und Gesundheit. Dort ist der Bedarf an Fachkräften generell hoch. Andererseits können auch Tätigkeiten im Verwaltungsbereich bei Versicherungen o. ä. (z. B. Knappschaft, DRV, BG etc.) tolle Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen.
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